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Ob die Geburtsstunde nun an einem stürmischen Februartag oder in einer vollmondigen Mainacht war, können wir nicht mehr genau sagen. Darum ist unser offizielles Datum der 01. März 1983. Was wir aber mit Sicherheit sagen können ist Folgendes: Gegründet wurde die Abteilung von Peter Kummerow, der zuvor beim SV Polizei Hamburg die ovale Lederpille vermöbelte. Er bildete und trainierte eine Mannschaft, zum größten Teil aus Handballern rekrutiert, die einen furiosen Beginn hatte. 1991 kam es zum Bruch zwischen Team und Trainer. Bevor alles den Bach hinunter ging, übernahm Michael Meger (Spieler in der damaligen Mannschaft) das Ruder. Mit neuem Elan wurde man allmählich selbstständig. Unter seiner Mitwirkung entstand unser heutiges Wappen und der Beiname "Halekins". Die Rugbyspieler im VFL, bislang durch die Turnabteilung betreut und vertreten, wurden eine eigenständige Abteilung. Die erste Jugendmannschaft entstand im Jahre 1993, aus der einige Spieler den Weg in das heute Herrenteam gefunden haben. Im Jahre 1994 machten wir Bekanntschaft mit dem Naturschutz. Unser Spiel- und Trainingsgelände am Mischwerk erklärte eine hier nicht weiter erwähnte Behörde zum Naturschutzgebiet. Der Grund ist eine europaweit seltene Pflanze, die nun unbedingt bei uns wuchs. Trotzdem ließ man sich nie unterkriegen und trainierte auf jeder noch so kleinen Fläche, die sich bot. Die Mädchenmannschaft im Jahre 1995 war ungefähr so geplant wie eine ungewollte Schwangerschaft. Auf Plakaten zur Suche nach Nachwuchs für das Jugendteam ging nicht hervor, dass dies männlich war. Daraufhin standen vier Mädchen auf dem Trainingsplatz und wollten mitmachen. Sie wurden weggeschickt mit den Worten: "Jungs suchen wir und wenn überhaupt, müsst ihr doppelt so viele sein". Wenige Minuten später standen acht Mädchen auf dem Platz und wir in der Pflicht. Nach langer Suche fanden wir im Jahre 1996 ein neues Spiel- und Trainingsgelände in Geesthacht. Wir pachteten eine "Rasen"-Fläche am Heidberg, die einem Motorsportclub als Parkplatz dient. Wir haben viel Geld, Mühe und Liebe in dieses Gelände gesteckt. der Platz wurde umgepflügt, mit Mutterboden beauftragt, besät und gedüngt. Von Hand sammelten wir ca. 7,5 Tonnen Steine in Kieselgröße auf. Im nächsten Jahr lief ein wenig Gras und jede Menge Unkraut auf. Unsere Gegner erklärten aus Unwissenheit das Gelände zum Rüberacker. Dabei waren es Bohnenpflanzen und wir erzielten einen guten Preis auf dem Großmarkt. Mittlerweile steht dem Unkraut eine genügend große Anzahl Gras entgegen. Ein tragisches Unglück widerfuhr uns im Juni 1997. Unser Freund, Mitspieler und Trainer, Stefan Schulz, verunglückte bei einem Verkehrsunfall tödlich. Stefan, Du bist unvergessen! Im Herbst 1997 zog der Rugby-Abteilungsleier Michael Meger aus Geesthachts näheren Umgebung fort, und konnte seine Amt nicht länger nachgehen. Seine Nachfolge trat im September 1997 Gerd Gritzan an. ZU seiner großen Aufgabe wurde es neue Trainer zu finden, um dem hohen Trainerverschleiß gerecht zu werden. Trainiert wurden die Teams u.a. von Marc Raabe, Yann LeRoux und Robbie Johnson. Letzterer legendär geworden durch Anweisungen wie: "Mach das Ball platz auf die Boden" oder "Du musst das Ball geben zu die Hase". Die andere Aufgabe war es, wieder ein Jugendteam zu bilden. Durch Ausführung von Rugby-Projektwochen an Schulen und anderen Veranstaltungen, wurde hier der Grundstein dafür gelegt. Aus persönlichen Gründen legte der Abteilungsleiter im Februar 2001 sein Amt nieder. Neuder Abteilungsleiter, mit gerade 18 Jahren, war seitdem Marco Dargel. Er leitete die Abteilung, allen Unkenrufen zum Trotz, mit vielen neuen Ideen und der nötigen Durchsetzungskraft sehr gut. Im März 2001 meinte es das Schicksal mal gut mit den Harlekins. Wir waren wieder auf der Suche nach einem neuen Trainer, der am besten folgende Kriterien erfüllt: Rugby-Erfahrung, Geesthachter Bürger und mit Zeit am Nachmittag. Drei Dinge auf einmal, das geht nun wirklich nicht, so dachten einige. Doch wurden sie eines Besseren belehrt. Alan Cranney, ein Engländer mit großer Rugby-Erfahrung, in Geesthacht wohnhaft und mit der nötigen Freizeit, schaute einem Rugbyspiel am Heidberg zu. Er hat das Angebot, den örtlichen Rugbyclub zu trainieren, zuerst etwas zögerlich angenommen, coacht uns aber seitdem erfolgreich. Uns, das sind Herren-, Damen- und Jugendteam. (Was er nicht weiß, ist dass wir ihn gleich für 75 Jahre verpflichtet haben.) Im Sommer 2001 gelang es uns endlich, ein Jugendteam auf die Beine zu stellen. Die ganzen Mühen (Projektwochen, Ferienpassaktion...) sind vergessen, wenn man 12-15 Kinder beim Training "herumwieseln" sieht. Im Jahre 2003 fühlte sich Abteilungsleiter Marco “Junior“ Dargel beruflich zu Höherem berufen. Entgegen einer langen Familientradition -und auch für sein ganzes Dorf unverständlich- wollte er nicht als Landwirt seine Scholle bestellen. Als Maschinenbaustudent verbringt er nun seine Zeit im Schwabenländle oder wechselweise in Singapur. Wir brauchten also wieder einmal einen Abteilungsleiter: Aber was heißt hier eigentlich Leiter? Der männerdominierte Rugbysport war bei uns bereits mit der 2. Vorsitzender und Kassenwartin fast in weiblicher Hand und da es mit der Gleichberechtigung keine Probleme gibt, war es nur logisch, dass der nächste 1.Vorsitzende weiblichen Geschlechts sein würde. So kommt es, dass seit dem Frühjahr 2003 die Harlekins von Sabine Cranney regiert werden. Mit sehr viel Einsatz und Kampfgeist setzt sie sich für uns ein, und hat einiges bewerkstelligt, wie z.B. die Errichtung eines Jugend-Rugby-Spielplatzes mit direktem Zugang zum neuen Vereinshaus oder die Nutzung einer Beach-Volleyball-Anlage zum Beach-Rugby. Nach vielen Abgängen sind das Damen- und das Herrenteam in letzter Zeit wieder stetig angewachsen und das Jugendteam ist eine verlässliche Gruppe fast ohne Fluktuationen. Aufgrund der geringen Verbreitung von Jugendteams in Norddeutschland, nimmt die Harlekins-Jugend weite Fahrten in Kauf, um Turniere auszutragen.
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