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Am Samstag, den 06. September startete die SG Jesteburg-Geesthacht gegen die Hamburg Exiles in die neue Saison der Regionalliag Nord. Bei der 19:35 (7:10) Niederlage fiel der Auftakt allerdings alles andere als ideal aus.
Wie bereits eine Woche zuvor beim British Day dominierten die Exiles den Spielbeginn und trieben die Harlebats weit in deren eigene Hälfte. Trotz erbitterter Verteidigungsarbeit dauerte der erste Hamburger Versuch dennoch nur 15 Minuten. Auch danach behielten die Hanseaten das Heft in der Hand. Den Gastgebern gelangen zwar durch ihre überlegene Hintermannschaft einige Entlastungsangriffe, das Gros der Spielanteile verbuchten allerdings die schwarz-roten Gäste für sich. Zudem handelten sich die Jestehachter viel zu viele Strafen ein, was den Gegner Raumgewinn verschaffte, oder zum Punkten einlud. Der Schlußspieler der Exiles, Mick Gavey nahm somit auch die ungünstigsten Winkel zum Setzen auf die Malfeldstangen war, traf aber nur einen von drei Straftritten.Nach dem 0:10 Rückstand kam endlich Leben in das Offensivspiel der Hausherren. Der Sturm machte mehr Druck, die Hintermannschaft Meter. So konnte nach einem schnell ausgeführten Straftritt vor dem Exiles-Malfeld und anschließender Passstaffette, Alex Tiedemann den Ball unter dem Goal zum Versuch ablegen. Julian Rychlik verkürzte den Abstand durch seine Erhöhung auf drei Punkte. Danach drehten die Grün-weißen weiter auf . Doch selbst beste Einlaufmöglichkeiten wurden durch fahrlässige Aktionen aus der Hand gegeben, so dass es beim 7:10 Halbzeitstand blieb. Der SG gelang es allerdings nicht, den Schwung in die zweite Halbzeit mitzunehmen. Den Exiles gehörte auch in diesem Durchgang wieder die erste Viertelstunde. Hinzu kamen Stellungsfehler in der Verteidigung der Harlebats, so dass die Hanseaten innerhalb kurzer Zeit zu drei Versuchen kamen. Auch der zwischenzeitliche Anschlußversuch durch Nils Gayer (Erhöhung M. Abel) konnte nichts an der Gewissheit ändern, dass die Partie entschieden war. Dennoch steckten die Harlebats zu keinem Zeitpunkt auf, wollten wenigstens die Extra-Punkte für ein knappes Endresultat oder erzielte Versuche mitnehmen. Zudem waren den Gästen die Strapatzen der hart umkämpften Partie anzusehen. Diverse Male wurde die Partie aufgrund Verletzungen bei den Exiles unterbrochen. Als der frisch eingewechselte Florian Dietsch in seinem ersten Spiel für die SG gleich seinen ersten Versuch erzielte, schöpften die Harlebats wieder Hoffnung und warfen alles nach vorne. In der Folge gab es wiederum diverse gute Einlaufmöglichkeiten, um den wichtigen vierten Versuch zu erzielen. Aber auch hier verhinderten Handfehler in der Passstaffette eine Verkürzung des Ergebnisses, bzw. die Wende des Spiels. Im Gegenteil: Im Gegenzug gelang es den Gästen, durch zwei gesetzte Straftritte, das Spiel endgültig zu entscheiden. Als Fazit lässt sich sagen, dass trotz des Fehlens wichtiger Spieler der Kampfgeist jederzeit gestimmt, aber die Konzentration in spielentscheidenen Situationen gefehlt hat.
Das Spiel war, wie alle Spiele gegen die Exiles körperlich hart aber meist ausgesprochen fair. Einzig die durch einen einzelnen Spieler der Hamburger ausgelöste handfeste Schlägerei zum Ende der Partie, warf einen Schatten auf einen ansonsten wunderbaren Rugby-Tag. Dass auch Freiluft-Rasenflächen keinen rechtsfreien Raum bilden, sollte jedem bekannt sein. Die Szene blieb vom Schiedsrichter ungeahndet, ob eine rechtliche Folge außerhalb jedes Sportgerichtes eintritt, obliegt allerdings Staatsanwaltschaft und Gericht. Ob eine rechtliche Würdigung solcher Situationen zum Sport gehören sollte, bleibt jedem, insbesondere dem Opfer selbst überlassen. Dieses hat sich aber dazu entschlossen, Strafanzeige zu erstatten. Eine Reaktion, die aufgrund der Heftigkeit des "Boxkampfes" durchaus nachvollziehbar ist.
Aufstellung Harlebats:
Björn Eggers (1), Christoph Masch (2), Jan Landwehr (3), Torben Maempel (4), Jan-Hendrik Laudenbach (5), David Turpin (6), Gordon Roeder (7), Marc Bochard (8), Steffen Abel (9), Julian Rychlik (10), Leonard Jaster (11), Alex Tiedemann (12), Matthias Abel (13), Nils Gayer (14), Patrick Harringer (15).
Auswechslungen: Kai Laackmann (J. Landwehr), Pascal Fengler (J. Rychlik), Florian Dietsch (L. Jaster), Benjamin Kühn (D. Turpin). |